Energiewirtschaft

EWE: Arbeitgeber provozieren in erster Verhandlungsrunde

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EWE: Arbeitgeber provozieren in erster Verhandlungsrunde

Ein solches "Angebot" macht fassungslos.
Gewerkschaft gemeinsam stark Wut Arbeitskampf nuvolanevicata, Bild-ID #117729383, Fotolia.com Das erste "Angebot" der EWE ist schlicht gesagt bodenlos.

Die EWE hat heute im Rahmen der ersten Verhandlungsrunde zu den von ver.di zum 31.10.2017 gekündigten Tabellenvergütungen ein absolut provokantes Angebot vorgelegt.

Das sogenannte "Angebot" der Arbeitgeberseite lautet:

  • 01.11.2017 bis 30.04.2018: Einmalzahlung von 360 Euro (Auszubildende: 120 Euro)
  • 01.05.2018 bis 31.12.2019: 1,8 Prozent mehr Gehalt
  • 01.01.2020 bis 31.12.2020: 1,2 Prozent mehr Gehalt

KEINERLEI Angebot gab es:

  • zur Übernahme von Auszubildenden
  • zur tarifgerechten Eingruppierung von Werkstudenten
  • zur Vorteilsregelung für Gewerkschaftsmitglieder
  • zur Nachverhandlungsklausel für den Inflationsausgleich 2017

Erste Bewertung von uns:

Das „Angebot“ mit einer Laufzeit von 38 Monaten (!) bedeutet Reallohnverzicht für unsere Mitglieder und wird den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Unternehmens und den Leistungen der Beschäftigten in keiner Weise gerecht.

Es macht uns fassungslos!

Reaktion?

Zunächst sind erst einmal alle Termine der Betriebsräte und von ver.di mit der Arbeitgeberseite in dieser Woche von uns abgesagt worden. Das betrifft auch die Verhandlungen zu „TKE1“.

Am Freitag, den 13.10.2017 wird die ver.di Tarifkommission die weiteren Schritte beraten. Wir halten euch hier auf dem Laufenden!

Organize now: Stärker werden, Mitglied werden, mitkämpfen!

Gebt uns Rückenwind und lasst uns gemeinsam für gute Arbeit bei EWE sorgen!

ver.di-Mitglied könnt ihr natürlich auch online werden:

Die bisherigen Tarifinformationen zur EWE und auch zur TKE1 findet ihr hier als PDF zum Download: